Ein Leitfaden zu Zentrifugen typen & Verwendung im Forschungslabor
2. Dezember 2025
Blog
Warum Zentrifugen im Forschungslabor unverzichtbar sind
Zentrifugen gehören zu den zentralen Geräten der modernen Labordiagnostik. Sie ermöglichen die zuverlässige Trennung von Blutbestandteilen, Zellen, Proteinen und Nukleinsäuren Prozesse, die für nahezu jeden klinischen Befund entscheidend sind.
häberle LABORTECHNIK unterstützt Labore seit Jahrzehnten mit leistungsstarken Zentrifugenlösungen, darunter bewährte Eppendorf SE, Thermo Elect.LED GmbH (Kendro), Ohaus GmbH, Sigma-Laborzentrifugen GmbH Zentrifugen, fachkundige Beratung und umfassenden Service.
Dieser Leitfaden erklärt verständlich, welche Zentrifugentypen in medizinischen Laboren eingesetzt werden, welche technischen Grundlagen relevant sind und wie man ein Gerät passend zur jeweiligen Anwendung auswählt.
Dieser Leitfaden erklärt verständlich, welche Zentrifugentypen in medizinischen Laboren eingesetzt werden, welche technischen Grundlagen relevant sind und wie man ein Gerät passend zur jeweiligen Anwendung auswählt.
Funktionsprinzip der Zentrifuge: RCF, RPM & Sedimentation
Beim Zentrifugieren werden Proben mit hoher Geschwindigkeit in Rotation versetzt. Dadurch entsteht eine Kraft, die Partikel abhängig von ihrer Dichte trennt.
Wichtige Begriffe:
Wichtige Begriffe:
- RPM (U/min): Drehzahl des Rotors
- RCF (Relative Centrifugal Force): tatsächliche Zentrifugalkraft in g
- RCF ist entscheidend für reproduzierbare Ergebnisse, da sie sowohl die Drehzahl als auch den Rotorradius berücksichtigt.
Beispiel: Zwei Zentrifugen können bei gleicher RPM unterschiedliche RCF liefern deshalb geben moderne Laborprotokolle meist g-Werte an.
Zentrifugentypen im Medizinlabor
1. Mikrozentrifuge
Ideal für: kleine Probenvolumina (0,2–2,0 ml), DNA-Extraktion, PCR-Vorbereitung
Typische Eigenschaften:
- Sehr hohe RCF (bis 16.000 g)
- Nutzung von Eppendorf-Gefäßen
- Geringer Platzbedarf
- Optional gekühlt für thermolabile Proben
Mikrozentrifugen sind unverzichtbar in molekularbiologischen Bereichen.
2. Tischzentrifuge
Ideal für: Routinediagnostik, Blutseparation, klinische Chemie
Vorteile:
- Mittlere bis hohe Kapazität
- Breites Rotorenspektrum
- Platzsparend und vielseitig
- Typische g-Werte: 1.500–4.000 g für Serum- und Plasmagewinnung.
3. Gekühlte Zentrifuge
Ideal für: empfindliche Enzyme, Proteine, Nukleinsäuren
Warum Kühlung wichtig ist:
- Während des Zentrifugierens entsteht Reibungswärme, die Biomoleküle beeinflussen kann.
- Gekühlte Zentrifugen halten Temperaturen zwischen –10 °C und +40 °C stabil.
4. Hochgeschwindigkeitszentrifuge
Ideal für: anspruchsvolle Trennverfahren, z. B. Proteinreinigung oder Pelletierung von Zellen
Merkmale:
- Sehr hohe Drehzahlen und RCF
- Kompatibilität mit spezialisierten Rotoren
- Präzise Temperatur- und Geschwindigkeitssteuerung
Rotorarten und ihre Verwendung
Festwinkelrotor
- Ideal für schnelle Sedimentation
- Hohe g-Werte möglich
- Geeignet für Pellets (Zellen, DNA, Bakterien)
Ausschwingrotor
- Röhrchen bewegen sich in horizontale Lage
- Perfekt für Serum- und Plasmagewinnung
- Sehr gleichmäßige Schichtentrennung
Aerosoldichte Deckel
Wichtig bei infektiösem oder biologisch riskantem Probenmaterial für maximale Sicherheit.
Auswahlkriterien: Welche Zentrifuge passt zu meinem Labor?
1. Probenvolumen & Gefäßtypen
Reagenzgläser, Blutröhrchen, Eppendorf-Tubes, Kryoröhrchen, Urinbecher.
2. G-Kraft & Temperaturanforderungen
- Serum: 1.500–2.000 g
- Urin: 400–500 g
- DNA-Pellets: 12.000–16.000 g
3. Sicherheitsfunktionen
- Unwuchterkennung
- Automatische Deckelverriegelung
- Aerosoldichte Rotoren
4. Zukunftssicherheit
Kompatible Rotortypen, Adapter, Upgrade-Optionen.
Anwendungsbereiche im medizinischen Labor
Hämatologie
- Trennung von Plasma & Blutzellen
- Vorbereitung von Hämatokrit-Bestimmungen
Klinische Chemie
- Serumgewinnung für Enzym- und Hormonanalysen
Mikrobiologie
- Konzentrierung von Bakterien & Parasiten
- Urinsedimentdiagnostik
Molekularbiologie
- DNA/RNA-Isolation
- PCR- und Sequencing-Workflows
Zentrifugen von Eppendorf SE, Ohaus GmbH, Sigma-Laborzentrifugen GmbH und Thermo Elect.LED GmbH (Kendro) bei Häberle LABORTECHNIK
Eppendorf zählt zu den führenden Herstellern präziser, zuverlässiger Zentrifugen. häberle bietet eine große Auswahl an Mikrozentrifugen, gekühlten Geräten und Hochgeschwindigkeitssystemen inklusive Rotoren und Adaptern.
Vorteile für Labore:
- präzise Steuerung von RCF & Temperatur
- langlebige Rotoren
- hohe Sicherheitsstandards
- große Modellvielfalt für Routine und Forschung
Wartung & Sicherheit: Praktische Tipps
- Rotoren regelmäßig inspizieren (Risse, Korrosion)
- Unwuchten vermeiden: Röhrchen symmetrisch beladen
- Temperatur kontrollieren
- Deckelverriegelung vor Start prüfen
- Jährliche Funktions- und Sicherheitsprüfung
Fazit
Zentrifugen ermöglichen präzise und reproduzierbare Ergebnisse in der Labordiagnostik. Die Wahl des richtigen Zentrifugentyps, Mikrozentrifuge, Tisch- oder gekühlte Zentrifuge hängt von der Probenmenge, Anwendung und Sicherheitsanforderungen ab. Mit ihrer breiten Auswahl an Eppendorf-Zentrifugen unterstützt häberle LABORTECHNIK medizinische Labore bei der optimalen Geräteauswahl.
FAQ
- Welche Zentrifuge eignet sich für ein kleines medizinisches Labor?
Tischzentrifugen mit Ausschwingrotoren decken die meisten Routineaufgaben ideal ab.
- Wann ist eine gekühlte Zentrifuge notwendig?
Bei temperaturempfindlichen Proben wie Enzymen, Proteinen oder Nukleinsäuren.
- Was ist wichtiger: RPM oder RCF?
RCF, da sie die tatsächliche Zentrifugalkraft beschreibt.
- Welcher Rotor eignet sich für Serumtrennung?
Ausschwingrotoren erzeugen eine besonders klare Phasentrennung.